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Falsches Amt, Frau Kristina Schröder?

Freitag, 27.April 2012 von

Meinung

Liebe Familien-, Senioren-, Frauen- und Jugendbundesministerin,

in absehbarer Zeit wollen Sie, dass Mütter oder Väter, die ihr(e) Kind(er) in Vollzeit erziehen und keinen Kitaplatz in Anspruch nehmen, ein Betreuungsgeld in Höhe von mtl. 150 EUR erhalten. Den Staat wird dieses Vorhaben 1,2 Mrd. EUR jährlich kosten. Doch das wird nicht die gesamte Summe sein, denn den Schaden, den das Betreuungsgeld verursacht, haben Sie nicht berücksichtigt! Gleichzeitig sorgen diese 1,2 Mrd. EUR nämlich auch dafür, dass wichtige Ziele der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik gefährdet werden und Kosten in utopischer Höhe entstehen.

Mit dem Betreuungsgeld schaffen Sie nichts weiter als eine Herd- bzw. Fernhalteprämie. Herdprämie, weil viele Mütter die in Arbeit stehen nun einen Anreiz erhalten die Beschäftigung zu lösen und dem ehemaligen Sinnbild entsprechend wieder am Herd stehen. Fernhalteprämie, weil Kinder von anderen Kindern in Kitas ferngehalten werden und dies eine Isolation des Kindes bedeutet – es wird der gesellschaftliche Umgang fehlen, was bewiesener Maßen die Entwicklung des Kindes gefährdet. Das sollte Ihnen als o.g. Bundesministerin bekannt sein.

In der breiten Öffentlichkeit stößt das Vorhaben auf großen Widerstand. Niemand will diese Prämie! Sie, Frau Schröder, und Ihre CDU/CSU-FDP-Koalition halten dennoch an den Plänen fest. Ein klares Zeichen für Ihre gesellschafts-, familien- und kinderfeindliche Politik. Wenn das Betreuungsgeld kommt, dann ist dies ein Rückschritt für die komplette Emanzipation!

Nur eines würde wirklich Sinn machen: Die Investition von 1-2 Mrd. EUR in neue Kitaplätze.

Laut Statistiken fehlen noch immer 230.000 Kitaplätze. Wenn Sie diese schaffen, dann würden beispielsweise viel mehr Arbeitsplätze im Bereich der Kindererziehung entstehen. Kinder lernen von klein auf das Miteinander in der Gesellschaft. Mami und Papi haben letztendlich mehr Geld und können dies in das Wohl des Kindes investieren. Geht es nicht darum in Ihrem Verantwortungsbereich: Entscheidungen/Gesetze zum Wohle des Kindes, der Familie und der Gesellschaft durchzuführen?

Ich hoffe, dass Sie und Ihre Parteifreunde zur Vernunft kommen und dieses Vorhaben sofort stoppen. Denken Sie dabei an Ihre Zukunft, denn niemand wird sonst ein Kreuz bei der nächsten Wahl hinter Ihrem Namen setzen!

Sehen Sie es ein: Kitaplätze anstatt Herdprämie!

Wenn Sie, liebe Frau Schröder, dennoch daran festhalten, frage ich mich schon jetzt ernsthaft, was nach der Abwrackprämie, Köhlerprämie, Wulffprämie und Herdprämie kommen wird? Wie wäre es denn mit einer Ablöseprämie der untragbaren schwarz-gelben Koalition? Sofort würde ich Ihnen und den restlichen schwarz-gelben Abgeordneten 1,00 EUR zahlen – bar auf die Hand – und würde es niemanden erzählen!

Denken Sie darüber nach, ehe es im September 2013 zu spät dafür ist.

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KInder- und Jugendrat


           

Endstation Rechts.

Storch Heinar

Jusos Mecklenburg-Vorpommern

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