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Jusos Schwerin wollen Tempo 30

Freitag, 8.April 2011 von

Umwelt

Die Schweriner Jungsozialisten in der SPD (Jusos) sprechen sich für den Kompromissvorschlag zum Thema Tempo 30 aus. Dazu erklärt der Kreisvorsitzende der Jusos Schwerin, Christian Masch: „Die ursprüngliche Verwaltungsvorlage, Tempo 30 auf dem kompletten Innenring umzusetzen, ist leider im Hauptausschuss der Stadtvertretung gescheitert. Vor diesem Hintergrund ist es ein akzeptabler Kompromiss, zumindest auf dem Obotritenring im Bereich Robert-Beltz-Straße bis Von-Flotow-Straße und der Robert-Beltz-Straße selbst versuchsweise Tempo 30 einzuführen.“

Grundsätzlich begrüßen die Jusos die Einführung von Tempo 30, da damit nachweislich die Sicherheit erhöht sowie Emissionen und Lärm verringert werden. „Auf dem Obotritenring sind die Unfallzahlen aufgrund zu hoher Geschwindigkeit überdurchschnittlich hoch – hieraus lässt sich unmittelbarer Handlungsbedarf ableiten. Für die Herabsetzung der Geschwindigkeit sprechen ebenso weniger Abgase und geringerer Lärm im unmittelbaren Wohnumfeld. Hierdurch steigt die Lebensqualität, was am Beispiel der Werderstraße sehr gut beobachtet werden kann. Auch das Argument, dass die Fahrtdauer steigt, ist zu vernachlässigen. Auf einer Strecke von 2 km beträgt der theoretische Zeitverlust knappe 2 Minuten. Bei einer Verbesserung des Verkehrsflusses durch Tempo 30 ist es denkbar, diesen Zeitverlust auszugleichen und sogar Zeit hinzuzugewinnen. Für Fahrten, die nicht den Innenstadtbereich zum Ziel haben, wird zudem die Umgehungsstraße attraktiver, was den Obotritenring zusätzlich entlastet“, so Masch.

Mit Verwunderung reagierten die Schweriner Jusos auf einen Werbezettel der Schweriner CDU zum Thema Tempo 30, der vor wenigen Tagen an die Schweriner Haushalte verteilt wurde. Dort heißt es, dass die Wirtschaft und damit Arbeitsplätze im Mittelpunkt der Ablehnung der CDU von Tempo 30 stehen. Dazu erklärt Masch abschließend: „Einen unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang herzustellen, ist zweifelhaft – es ist wohl kaum zu befürchten, dass der Lieferverkehr behindert wird und damit ein Einfluss auf die Wirtschaftsleistung der Stadt besteht.“

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Endstation Rechts.

Storch Heinar

Jusos Mecklenburg-Vorpommern

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