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Jusos Schwerin machen auf Castor-Transport zum Zwischenlager Nord aufmerksam

Mittwoch, 15.Dezember 2010 von

Umwelt

Bereits gestern startete der Castor-Transport im französischen Cadarache, um auf seinem Weg in das Zwischenlager Nord bei Lubmin womöglich auch den Schweriner Hauptbahnhof zu passieren. Aus diesem Grund machten die Schweriner Jusos am gestrigen Dienstag bei einer Aktion am Pfaffenteichsüdufer und dem Weihnachtsmarkt zusammen mit der BUNDjugend und der Grünen Jugend auf den Transport und die Gefahren aufmerksam.

Wie gefährlich der Atommüll ist, weiß die Jugendbildungsreferentin der BUNDjugend Kathleen Löpke: „Atommüll wird sowohl tödliche Krankheiten als auch Schädigungen des Erbguts von Mensch, Tier und Natur auslösen. Bis heute ist keine sichere Endlagerung garantiert, da können wir doch nicht weiter Atomstrom produzieren.“, erklärt sie und schließt an: „Das Zwischenlager Nord war ausschließlich für den Atommüll aus Ostdeutschland genehmigt worden. Und jetzt kommen ingesamt 9 Castoren mit West-Abfällen.“

In Schutzanzügen verteilten die Jugendlichen in der Schweriner Innenstadt Infoflyer und Atemmasken unter dem Motto „Schweriner schützt euch!“. Dabei ging es den Atomgegnern vor allem darum, auf die Gefahren der weiteren Atomstromproduktion in Zusammenhang mit der kürzlich beschlossenen Laufzeitverlängerung aufmerksam zu machen.

Auf die Argumente der Atomlobby reagiert der Schweriner Juso-Vorsitzende Christian Masch mit Unverständnis: „Billiger Atomstrom? Von wegen! Es wird für 100 Jahre Atomstrom produziert, gleichzeitig entsteht Atommüll für 1 Million Jahre. Die daraus entstehenden Kosten für Transport und Lagerung werden dann aus Steuergeldern bezahlt und finden bei der Preiskalkulation der Kilowattstunde keine Berücksichtigung. Die „Gewinner“ dieses Geschäfts sind die Atomkonzerne und nicht der steuerzahlende Stromverbraucher.“

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Storch Heinar

Jusos Mecklenburg-Vorpommern

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