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Jusos und AfA fordern Mindestlohn für Firmen im Auftrag der städtischen Beteiligungsgesellschaften

Donnerstag, 17.Januar 2013 von

Soziales

Am vergangenen Dienstag wurde im Hauptausschuss der Stadtvertretung der Antrag der SPD-Bündnis 90/DIE GRÜNEN-Fraktion zum Thema „Mindestlohn bei Auftragsvergaben durch städtische Beteiligungsgesellschaften“ beraten, der nicht beschlossen wurde. Zur ablehnenden Haltung der Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und der Linken erklärt der Kreisvorsitzende der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos), Roman Möller: „Es ist verwunderlich, dass Angelika Gramkow und die Linke, die die Forderung nach einem Mindestlohn ständig vor sich her tragen, die Einführung eines Mindestlohnes ausgerechnet bei Unternehmen ausbremsen, die im Auftrag von städtischen Beteiligungsgesellschaften arbeiten. Das Argument, dass faire Löhne für die Beschäftigten im Auftrag der Stadt nicht finanzierbar sind, lassen wir den Linken nicht durchgehen. Jeder Beschäftigte hat einen Anspruch auf einen Lohn, von dem er auch leben kann. Mehrkosten der Stadt wären in diesem Bereich also sehr gut angelegt!“

Der Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA), Christoph Gagzow, ergänzt: „Für uns gilt: jeder, der arbeitet, muss von seinem Lohn auch leben können. Dies ist ein Gebot der Fairness und des Anstandes. Hier haben die städtischen Eigengesellschaften und von ihnen beauftragte Unternehmen eine Vorbildfunktion, die sie nutzen müssen. Daher ist es unverständlich, dass die Oberbürgermeisterin und die Linken eine faire und gerechte Entlohnung der Beschäftigen in diesem Bereich verhindern oder ausbremsen. Die Leittragenden sind vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer klassischer Niedriglohnbeschäftigungen wie Sicherheits- oder Reinigungsdienste, die im Auftrag von städtischen Gesellschaften für einen Lohn arbeiten, von dem sie nicht leben können.“

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos) und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) fordern, dass die Oberbürgermeisterin und die Fraktion Die Linke ihre ablehnende Haltung zu einer Mindestlohnregelung aufgeben und einer fairen Entlohnung von mindestens 8,50 € pro Stunde für alle Beschäftigten in Unternehmen im Auftrag städtischer Betriebe zustimmen.

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Ein Kommentar

  1. Thomas sagt:

    Die Einführung des Mindestlohnes war schon sehr wichtig, dennoch muss sich in diesem Bereich auch in Zukunft noch einiges mehr ändern, damit die Menschen auch wieder von ihrem Geld leben können.

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Endstation Rechts.

Storch Heinar

Jusos Mecklenburg-Vorpommern

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