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Protest gegen Tierfabriken in Schwerin

Donnerstag, 20.Januar 2011 von

Umwelt

Bürgerinitiativen gegen die Genehmigung weiterer industrieller Großmastanlagen in Mecklenburg-Vorpommern ziehen am 26.Januar 2011 um 11:00 Uhr zu einer Protestaktion vor den Schweriner Landtag. Die Protestaktion richtet sich gegen die fortgesetzte Politik des Landes für die Ansiedlung industrieller Großmastanlagen für Hähnchen, Schweine und Legehennen. Die Aktion wird vom BUND, den JUSOS Mecklenburg-Vorpommern, den JUSOS Schwerin, Bündnis 90/ Die Grünen, attacc und dem Netzwerk der Bürgerinitiativen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Angekündigt sind Bürger aus mehr als 15 Gemeinden, die von aktuellen Planungen für industrielle Tierhaltungsanlagen für bis zu 400.000 Hähnchen, 28.000 Schweinen, 10.000 Sauen und 35.000 Ferkeln betroffen sind.

Aktueller Anlass für die Aktion ist der vorzeitige Baubeginn, der für eine geplante Hähnchenmastanlage in Kuppentin im Landkreis Parchim erteilt wurde, obwohl das Genehmigungsverfahren, bei dem zahlreiche Widersprüche auftraten noch nicht abgeschlossen ist. Unmittelbar im Nachbardorf Gallin wird eine weitere Broilermastanlage für 300.000 Tiere in einem Raumordnungsverfahren geplant. Dabei ist die Vorbelastung durch die Nachbarschaft nicht einbezogen. Alle Bürgerinitiativen sind durch den Verlauf der Genehmigungsverfahren betroffen, die nur in zwei Fällen mit einem Raumordungsverfahren, das die Berücksichtigung der Belange von Gemeinden, Tourismus und Verkehr erlaubt, durchgeführt werden.

Die im Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ gemeinsam mit dem BUND und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft organisierten Bürgerinitiativen haben einen Forderungskatalog an die Landesregierung beschlossen. Darin fordern sie unter anderem ein Ende für die Praxis des Landes Pachtverträge für Landwirtschaftsbetriebe mit dem Land nur zu verlängern, wenn die Betriebe in industrielle Tierhaltungsanlagen investieren. Die Förderung des Baus industrieller Geflügelmastanlagen aus dem Investitionsförderprogramm des Landwirtschaftsministeriums soll beendet werden, stattdessen sollen in bestehende Anlagen Luftfilter eingebaut werden, die die Belastungen und Gesundheitsgefahren durch die Abluft mindern. Die Genehmigungsverfahren sollen auf einer vollständig geänderten Grundlage durchgeführt werden und nur noch artgerechte Tierhaltungssysteme gefördert werden.

Der komplette Protestaufruf und der Forderungskatalog des Netzwerkes „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema sind unter www.bund-mv.de und www.wir-haben-es-satt.de zu finden.

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Ein Kommentar

  1. Stefan sagt:

    Falls es bei euch eine Person gibt die sich intensiver mit Umweltthemen und Tierfabriken etc. auseinandersetz kann er/sie sich gerne mal bei mir melden, siehe: http://stefan-sander.eu

    Freundschaft
    Stefan

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Endstation Rechts.

Storch Heinar

Jusos Mecklenburg-Vorpommern

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